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Calgary und Rocky Mountains

Nach einem ewig langen Flug über Washington und Denver (wo auch noch mein Gleitschirm verloren geht) kommen wir geschafft in Calgary an.
Calgary, die Stadt der olympischen Spiele, ist eine überschaubare Stadt mit einer netten Fußgängerzone. Vor drei Wochen hat es bereits geschneit, erzählt man uns, aber als wir hier sind, ist es eher schwülwarm, nichts für meinen vom Jetlag geschlauchten Kreislauf.


Wir verbringen hier nur einen Tag, das reicht für Fort Calgary, Saddledome, die Devonian Gardens im vierten Stock eines Einkaufszentrums und das Glenbow Museum mit einer interessanten Indian- und Inuit-Sammlung. Am nächsten Tag holen wir unseren Roadtrek 190 bei Candan ab und machen uns auf den Weg in die Rocky Mountains.



Schon sind wir mittendrin im Banff Nationalpark, nämlich genau da – im Ort Banff. Auf den Sulphur Mountain müssen wir natürlich steigen, wo uns gleich unser erstes Chipmunk begnet. Immer wieder süß, die Tierchen. Nachher ist Erholung in den Upper Hot Springs angesagt. Ziemlich klein für jemanden, der die Therme Erding gewohnt ist.



Am Abend machen wir noch einen kleinen Ausflug zu den Vermilion Lakes, wo man wunderschöne Fotos machen kann – bis Georg nicht mehr will, weil ihn die Stechmücken schon fast gefressen haben.


Die Gegend um den Lake Louise ist unser nächstes Ziel. Dort machen wir eine Tageswanderung von ca. 17 km, über den Lake Agnes zum Teahouse und zurück nach Lake Louise über den Plain of Six Glaciers Trail. Schön ist es hier, und wir haben unglaublich gutes Wetter.


Am nächsten Tag ist es nicht mehr ganz so schön, wir machen nach Dumpen, Frischwasser auffüllen und Wäschewaschen trotzdem noch einen Ausflug zum Moraine Lake im Valley of Ten Peaks. Von Regenschauern und Bären unbeeindruckt gehen wir am Seeweg spazieren und fotografieren die Peaks, die sich zeigen.


Dann geht es weiter den Icefields Parkway entlang nach Norden. Bow Lake, Bow Glacier Viewpoint, wo ich dann total überrascht bin, daß es schon halb sieben ist. Also nur noch ein schneller Abstecher zum Peyto Lake und dann suchen wir uns den nächsten Campground, der erste auf dieser Tour, der total ‘unserviced’ ist.


Am Mistaya Canyon fahren wir am nächsten Tag erstmal vorbei, kehren dann tatsächlich deshalb nochmal um und gehen den kurzen Trail zum Canyon, der sich in irren Formationen in die Felsen gegraben hat.
Die Straße führt weiter über den Sunwapta Paß zum Athabasca Glacier. Kaum vorstellbar, daß dieser Gletscher 1920 noch bis zur Straße reichte. Wir schenken uns die Touri-Snowcoachtour und machen nur einen kurzen Gletscherspaziergang.


Dann bewundern wir noch ein paar Wasserfälle, die Sunwapta und Athabasca Falls, und freuen uns über die Schneeziegen, die tatsächlich an der bereits in der Karte eingezeichneten Stelle sind. Hier gibt es anscheinend Mineralien im Fels, deshalb sind die Viecher immer genau hier.


In Jasper sind wir dummerweise genau zum Labour Day Wochenende, entsprechend überfüllt ist alles. Die erste Nacht dürfen wir auf dem Overflow Campground verbringen, dann bekommen wir einen Platz am Whistlers Campground. Schon besser, auch wenn dieser Campground jetzt so riesig ist, daß man sich auf dem Weg zum Klo fast verläuft.
Wir machen eine Wanderung durch den Maligne Canyon, der von oben fast nicht zu sehen ist, so schmal ist er. Dann fahren wir wenigstens noch zum Medicine Lake . Dieser See hat seinen Namen von den Indianern, die glaubten, daß sich darin ein Medizinmann verbirgt, der den Spiegel des Sees verändert. Die Wahrheit ist allerdings, daß der See, der keinen eigentlichen Abfluß hat, über ein riesiges Netz von unterirdischen Höhlen mit dem Maligne Canyon verbunden ist, und dadurch seinen Wasserstand um bis zu 15 Meter verändert.


Am Medicine Lake vorbei geht es weiter zum Maligne Lake, wir lassen aber die berühmte Bootstour zur Spirit Island aus, gehen nur ein bißchen spazieren und fotografieren die eigenartige Stimmung.


Am nächsten Tag jagen wir unseren armen Roadtrek über die Schotterstraße auf den Mt. Edith Cavell und gehen von dort aus zum Angel Glacier. Bevor wir weiterfahren zum Mt. Robson, fahren wir noch mit der Jasper Tramway auf den Whistler Mtn., wo wir uns in den Wolken beinahe verlaufen.
Am fast 4000 Meter hohen Mt. Robson verbringen wir noch eine Nacht, sehen ihn aber leider auch auf der Wanderung am nächsten Tag nicht ganz, und dann geht es weiter zum Wells Gray Provincial Park.



Letzte Aktualisierung am 19.03.2012