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Bayonne bis Pau

Nach einem Abstecher nach Mont de Marsan (wo ich in engen Gassen und Parkplätzen ins Schwitzen komme – ansonsten lohnt sich’s nicht so recht) fahren wir, an Dax vorbei, ein großes Stück an die Küste zurück nach Capbreton. Hier sind wir auf einem 4-Sterne-Campingplatz (10 Euro) so ziemlich die einzigen Camper, alle anderen wohnen in den Mobile Homes. Ich komm mir vor wie in der Wochenendsiedlung im Herbst.
In Capbreton gibt es eine schöne Touri-Souvenirstraße, mal ganz was Neues. Der angeblich so schöne Hafen ist ganz nett, der Holzsteg auch. Die Nicolai-Kirche ist interessant, mit Meeres-Altarbild.



Und nun reicht es mir, ich brauche Erholung und bestehe auf einem Campingplatz am Meer mit Restaurant. Krieg ich auch, in Bidart, den Camping Pavillon Royal (24 Euro). Super-Luxus, wirklich sehr schön, mit Pool und Treppe zum Strand. Endlich mal wenigstens für einen Nachmittag das Strandleben genießen …


Am nächsten Tag wird uns die Erholung schon wieder zu langweilig, Bayonne und Biarritz stehen ja noch auf dem Programm. Wir fangen mit Bayonne an und fotografieren dort Tausende von Fachwerkhäusern – und einen Kreuzgang. Endlich :-)



Die Museen haben leider alle zu (wenigstens zu den Zeiten, zu denen wir sie brauchen), also gibt es noch Mittagessen (ein Omelette Basque, wir sind schließlich im Baskenland) und dann fahren wir nach Biarritz.


Bayonne Bayonne


In Biarritz parken wir (rein zufällig, weil wir sonst nirgends einen Parkplatz kriegen) in der Nähe des Leuchtturms, von dem aus man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt hat. Rauf können wir nicht (ist vielleicht auch besser so, es ist schon wieder ziemlich heiß), der Ausblick von der Terrasse ist uns schön genug.


Wir gehen in die Stadt, sehen uns pflichtbewußt alle Sehenswürdigkeiten an: Strandpromenade, Hotel, Eiffel-Brücke, dann langt’s mir endgültig, wir fahren zum Campingplatz zurück und genießen noch ein paar Stunden Sonne, Sand und Meer.


Sonnenuntergang Strand


So, genug erholt, wir fahren weiter nach St. Jean de Luz, kurz vor der spanischen Grenze. Wir fotografieren (wieder mal) die vielen malerischen Fachwerkhäuser – leider sind die Fotos nicht so schön wie die Wirklichkeit, da es schon wieder ziemlich duster ist.


St. Jean de Luz St. Jean de Luz St. Jean de Luz


Dann suchen wir uns einen Weg Richtung Grotte de Sare. Die Rhune lassen wir aus, das bringt’s nicht bei dem Wetter.
Die Grotte hat eine “Son et Lumière” Show (naja) und eine nette Führerin, die Englisch kann.
Der Ort Sare hat wieder ein paar Fachwerkhäuser und Souvenirläden. Und einen Friedhof mit den sogenannten ‘Diskoidalen Stelen’.



Kleiner Exkurs: Pelota. Wir haben leider kein Spiel gesehen, aber in wirklich jedem Ort im Baskenland findet man diese Spielfelder.


Wir bleiben noch ein bißchen bei den baskischen Fachwerkhäusern, in Ainhoa und Espelette, zwei weiteren Dörfern. In Espelette hängen auch noch die berühmten ‘piments’ (Pfefferschoten, laut Reiseführer) an den Häusern.


Ainhoa Espelette Espelette Espelette


Auf der Weiterfahrt touchieren wir bei Dancharia kurz die spanische Grenze und bleiben dann in Cambo les Bains auf dem Campingplatz Bixta Eder.
Der Pas de Roland ist kein Paß, sondern ein Felsdurchbruch – erreichbar nur über eine superenge Straße. Ugh.


Ein paar Landsträßchen weiter sind wir in St. Jean Pied de Port, wieder eines von diesen fotogenen kleinen Städtchen.
St. Jean ist auch Durchgangsstation auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela, deshalb sieht man in der Stadt auch einige einfache Pilgerunterkünfte.


St. Jean Pied de Port St. Jean Pied de Port


Wieder viele Kurven weiter gelangen wir nach Oloron Ste. Marie, wo wir die Kathedrale bewundern, eine der schönsten am Jakobsweg.


Oloron Oloron


In Pau hat der erste Camping zu, nach einigen ungeplanten Umwegen landen wir dann beim Camping Le Terrier (12,60 Euro). Mit Pool :-)
Am nächsten Tag gibt es in Pau, weil Sonntag ist, auch einen Parkplatz für uns. Pau ist recht schön, das Chateau riesig. Henri IV ist hier geboren, und um ihn geht’s auch im ganzen Schloß. Der Führer erzählt in der Porzellansammlung auch noch irgendwas von sogenannten ‘Bourdalous’, die ich bis dahin nicht kannte. Und (kleiner Exkurs am Rande) was finde ich, wieder zu Hause, beim Suchen im Internet: das Bourdalou-Museum in München. Sachen gibt’s …


Pau Pau Pau


Letzte Aktualisierung am 19.03.2012