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Lausanne bis Lyon

Am ersten Reisetag trödeln wir rum, werden dann doch endlich fertig und machen uns auf den langen Weg in Richtung Frankreich. Die altbekannte Strecke: Lindau, Bregenz, Zürich, Bern … in Lausanne haben wir keine Lust mehr, spät genug ist es auch schon, also suchen wir uns einen Campingplatz (Camping Vidy) und bleiben dort.
Am nächsten Tag laufen wir, nachdem der Versuch, ein Busticket zu kaufen, am mangelnden Kleingeld scheitert, zu Fuß in die Stadt und sehen uns Lausanne an. Mit Regenausrüstung, da es beim Frühstück schon leicht getröpfelt hat (aber wir haben Glück und bleiben trocken).


Am Casino und Palais de Justice vorbei, zur Kirche St. Francois und über die Escaliers du Marché zur Kathedrale. Mittags gibt’s Pizza (ja, sorry, wir finden grad nichts anderes) in einem Restaurant an der Place de La Palud. Dann reicht das Kleingeld auch für den Bus und wir fahren zum Lac de Sauvabelin in einem Waldgebiet. Dort steigen wir auf den neu gebauten Holzturm und bewundern, soweit möglich, die tolle Aussicht. Noch besser wäre sie bei gutem Wetter.
Wieder zurück in der Stadt, suchen wir uns die Metro nach Ouchy, an den Hafen – und dort holt uns dann doch noch der Regen ein. Zum Glück im Cafe. Damit erklären wir den Tag für beendet und fahren zurück zum Campingplatz.




Am nächsten Tag ist das Wetter besser und wir fahren weiter, nach Annecy. Eigentlich wollten wir ja über die Autobahn, lassen uns aber von der französischen Beschilderung verwirren und fahren doch über die Landstraße. Zum Glück, denn somit kommen wir an der Pont de la Caille vorbei, einer schönen alten Brücke.


In Annecy suchen wir uns einen Parkplatz (und erwischen zum Glück einen ohne Höhenbegrenzung). Als allererstes, gleich nach der Tourist Info, gibt’s dann in einem Café einen Salade de Chèvre Chaud, Salat mit warmem Ziegenkäse. Herrlich. Ich bin wieder in Frankreich :-)


Annecy ist eine wunderschöne alte Stadt mit vielen kleinen Gäßchen und auch noch einem kleinen Fluß mittendrin.


Annecy Annecy


Wir setzen uns noch ein paar Minuten an den See, holen dann unser Auto und fahren weiter, in Richtung Thonon. Le Grand Bornard hält dann leider eine Enttäuschung für uns bereit: die Seilbahn auf den Mont Lachat geht nicht, dafür der Wind zu stark – den Abstecher hätten wir uns wohl schenken können. Immerhin, wir haben es mal gesehen.

Wieder zurück am Lac d’Annecy, fahren wir auch noch über den Col de la Forclaz.


Nach einem nochmaligen Abstecher nach Annecy – es ist wirklich schön – fahren wir nach Aix les Bains, auf dem Weg wird getankt (nach einigem Zögern entscheiden wir uns für ‘Gasoil’ – na ja, wenn ich aber auch nicht weiß, was Diesel auf Französisch heißt …).


In Aix übernachten wir auf dem Campingplatz. Am nächsten Tag machen wir auf der Suche nach einem Parkplatz eine unfreiwillige Stadtrundfahrt und landen schlußendlich doch wieder beim Aquarium. Vom Aquarium aus gehen wir ewig bis in die Stadt, die wir dann in einer halben Stunde angeschaut haben. Also gibt’s noch Mittagessen, ich kaufe noch Brot und Pain au Chocolat fürs nächste Frühstück und dann gehen wir zum Auto zurück. Na, irgendwie müssen wir ja unsere täglichen drei Kilometer Fußmarsch zusammenkriegen.


Auf dem Weg in Richtung Grenoble erwischen wir auf der Paßhöhe bei Theys einen tollen und völlig leeren Campingplatz, den Camping les 7 Laux. Abendessen gibt’s dann in Fleecepulli und Anorak: Pâté, Fromage, Pain und unseren 1,19 Euro-Rotwein aus dem Supermarché. Das ist Frankreich …




Kleiner Abstecher nach Grenoble. Zum Glück ist in Georgs Frankreich-Atlas ein Stadtplan, sonst wären wir aufgeschmissen. Wir parken bei der Polizei und gehen in die Stadt. Grenoble ist erstaunlich schön, kleine Gäßchen, sehr lebendig, eine Mischung aus alt und modern. Eine tolle Seilbahn gibt’s, über die Isère zur Bastille.
Zum Mittagessen gibt’s Crêpes, die Kirchen haben alle zu, also fahren wir weiter … aufgrund der miserablen Beschilderung einen kleinen Umweg von ca. 20 km, und landen auf dem Campingplatz in Vernioz.


Grenoble Grenoble


Unser Parkplatz in Vienne am nächsten Tag ist wie üblich weit, weit weg … nein, es geht schon. Irgendwie muss man die täglichen 5 Kilometer ja zusammenbringen …
Vienne ist ein nettes Städtchen. Eine Kathedrale gibt es, ein Amphitheater und einen Tempel. Auf dem Rückweg zum Auto nehmen wir noch Baguette mit und mittagessen erstmal.


Vienne Vienne


Dann fahren wir nach Lyon und kurven dort ewig rum, die Straßen werden immer enger, bis Georg tatsächlich einen Parkplatz findet. Wir gehen dahin, wo wir die Innenstadt vermuten (die Vermutung stellt sich sogar als richtig heraus) und kaufen als erstes mal einen Stadtplan. Ein bißchen geplanter geht’s damit weiter. Hotel de Ville, irgendeine Kirche und zur Place Bellecour.


Lyon Lyon Lyon


Dann geht's mit dem Funiculaire rauf zur Basilika Fourvière, noch ein kurzer Abstecher zu den römischen Ausgrabungen, wieder runter, zurück zum Auto und gut is'. Uff!
Dank Stadtplan finden wir sogar wieder raus aus Lyon und fahren nach Dardilly zum Camping Porte de Lyon. Nicht sehr idyllisch, dafür kann man sich an der Rezeption sogar dreisprachig unterhalten :-)

Letzte Aktualisierung am 24.10.2015